Warum eine deutsche Cloud sinnvoll ist

Cloud Computing bietet viele Vorteile. Zum Beispiel die enorme Flexibilität in der Bereitstellung und Nutzung von Software und IT-Infrastruktur. Doch eine häufige Frage von Unternehmen im Zusammenhang mit Cloud-Angeboten lautet: Wo liegen meine Daten und wer hat Zugriff darauf? Um mehr Transparenz und Sicherheit zu schaffen, wurde die Initiative Cloud Services Made in Germany gegründet. Nur Cloud-Anbieter, die bestimmte Standort- und Service-Kriterien erfüllen, werden in den Lösungskatalog der Initiative aufgenommen. So können sich Kunden sicher sein, dass ein Cloud-Angebot die Anforderungen erfüllt, die nach deutschem Recht an Datenschutz und Sicherheit gestellt werden.

Auch m.a.x. it ist mit seiner Cloud-Umgebung und seinen Services Mitglied der Initiative. Erfahren Sie im folgenden Interview*, wie unser Angebot aussieht und warum eine deutsche Cloud sinnvoll ist:

Sie haben sich als Lösungspartner an der Initiative Cloud Services Made in Germany beteiligt. Welche Cloud Services bieten Sie an?

Unsere Kunden können ihr Netzwerk in unserer leistungsstarken und sicheren Cloud-Umgebung betreiben (zertifiziert nach deutschen Datenschutzrichtlinien gemäß ISO 27001), die für die unterschiedlichsten Applikationsserver geeignet ist – speziell auf Windows- und Linux-Basis. Alternativ können die Server auch in einem Hybrid Cloud-Konzept gemischt beim Kunden vor Ort und in unserer Cloud betrieben werden. Ergänzt wird das Angebot durch eine Cloud-Backup-Lösung für die sichere Replikation lokaler Kundendaten in unsere Cloud.

Zur Digitalisierung von Arbeitsplätzen beraten wir zu den Vorteilen und bei der Lizenzierung von Microsoft Office 365, das nun auch aus der Deutschland Cloud verfügbar ist. Zu unseren Services gehören auch die Integration und der Support im laufenden Betrieb.

Warum sollte sich ein Anwender nach Cloud Services „Made in Germany“ umschauen?

Im Fokus steht dabei der Faktor Sicherheit. Deutsche Rechenzentren unterliegen dem deutschen Datenschutzrecht, in dem die Vorgaben zur Haltung und Verarbeitung von Daten streng geregelt sind. Durch die zunehmenden Gefahrenquellen wie Ransomware, Malware oder dem Zugriff auf Unternehmensdaten aus mobilen und privaten Netzwerken steigen auch die Anforderungen für sichere Daten. „Made in Germany“ ist also auch in der IT ein Gütesiegel.

In einer Befragung vor einiger Zeit bezeichnete ein Fünftel der Befragten die Idee einer „German Cloud“ als „Quatsch“. Wie stehen Sie zu dieser Aussage?

Nicht ohne Grund hat Microsoft entschieden, Office 365 mittlerweile treuhänderisch durch die Telekom in deutschen Rechenzentren hosten zu lassen. Gerade im Mittelstand haben wir gemerkt, dass die Sicherheit der Daten bei vielen Unternehmen die größten Bedenken gegenüber der Cloud verursacht haben. Zu wissen, dass die Daten in deutschen Rechenzentren liegen und dem deutschen Datenschutz unterliegen, macht für viele Entscheider den Unterschied. Darüber hinaus fördert eine German Cloud natürlich auch die Entwicklung deutscher Cloud-Lösungen und den deutschen Markt generell.

Welche Prognose stellen Sie für die zukünftige Entwicklung des Themas Cloud Computing in Deutschland auf?

Verschiedenste Studien zeigen, dass sich immer mehr Unternehmen dem Wandel zur Cloud bewusst sind und langsam die Phase der Transformation beginnt. Das große Hersteller wie Microsoft in die Deutschland Cloud einsteigen unterstützt diesen Prozess natürlich. Eine wichtige Rolle spielen auch die sog. „Millennials“, als Generation, die mit den zentralen Vorteilen der Cloud aufgewachsen ist, wie Mobilität, Flexibilität und Aktualität. Diese Generation bewegt im Moment den Arbeitsmarkt. Im Werben um junge Talente müssen Unternehmen eine moderne Arbeitskultur bieten.

 

* Das Interview wurde im Rahmen einer Schriftenreihe der Initiative Cloud Services Made in Germany mit Clemens Dietl geführt.